Technik Eingebetteter Systeme

Modulverantwortliche

  • Prof. Dr. Bernd Becker
  • Prof. Dr. Yiannos Manoli
  • Prof. Dr. Christoph Scholl

Lehrveranstaltungstyp

Blended learning inkl. tutorieller Betreuung (Vorlesung mit Übung)

Turnus

Jedes Wintersemester

Sprache

Deutsch

Bedeutung innerhalb des Curriculums

Eines zweier verpflichtend zu belegender Basismodule zur Vorbereitung auf die Vertiefungsrichtungen.

Voraussetzungen

Im Rahmen des Studiengangs IEMS:

  • Für Absolventen mit erstem forschungsorientiertem Abschluss (Universität): keine
  • Für Absolventen mit erstem anwendungsorientiertem Abschluss (BA oder FH): Methodenmodule

Lernziele

Die Studierenden haben Kenntnis der spezifischen Eigenschaften von eingebetteten Systemen. Sie kennen Basiskomponenten und daraus konstruierte Teilkomponenten eingebetteter Systeme. Sie sind in der Lage, die daraus resultierenden Anforderungen an Schnittstellen und das Gesamtsystem zu erfassen. Sie kennen die elementaren Konzepte zum Entwurf derartiger Systeme und Kriterien für die Partitionierung in Hardware bzw. Software. Sie können spezifische Methoden aus der Softwaretechnik einerseits und dem Hardwareentwurf andererseits zu einer leistungsfähigen Entwurfsmethodik kombinieren, sowie die Anforderungen bzgl. Größe, Reaktionszeiten, Kosten und Energieverbrauch des resultierenden Gesamtsystems berücksichtigen.

Lehrinhalt

Eingebettete Systeme gelten als die Schlüsselanwendung der Informationstechnologie in den kommenden Jahren und sind, wie der Name bereits andeutet, Systeme, bei denen Informationsverarbeitung in eine Umgebung eingebettet ist und dort komplexe Regelungs-, Steuerungs- oder Datenverarbeitungs¬aufgaben übernimmt. Die Vorlesung beschäftigt sich mit grundlegenden Techniken für Entwurf und Realisierung eingebetteter Systeme. Bei der Behandlung der Bauelemente eingebetteter Systeme wird ausgehend von Grundbausteinen für die Wandlung von Sensorsignalen in die digitale Domäne, zunächst Architektur und Arbeitsweise von einzelnen Systemkomponenten (ALU, Speicherblöcke und deren Integration in das Gesamtsystem, Schnittstellenbausteine und deren schaltungstechnische Implementierung) erläutert, und es werden die Methoden zum Entwurf und Optimierung der zugehörigen Komponenten bezüglich Geschwindigkeit, Energieverbrauch und Testbarkeit vorgestellt. Darüber hinaus werden Prozessorarchitekturen für eingebettete Systeme, etwa Mikrocontroller und digitale Signalprozessoren, eingeführt. Es schließt sich ein Überblick über Spezifikationssprachen und -methoden für eingebettete Systeme (wie z.B. Statecharts, Petrinetze, VHDL, SystemC) und Verfahren zum Hardware-/Software-Codesign an. Die vorgestellten Modellierungs-werkzeuge werden dazu benutzt, um darauf aufsetzend sowohl Hardware zu synthetisieren als auch durch Codegeneratoren Software für existierende Controller bzw. Prozessoren zu generieren.

Studien- und Prüfungsleistungen

mündlich oder schriftlich

Literatur

  1. "Embedded System Design", P. Marwedel, Kluwer Academic Publishers, 2003
  2. “Principles of CMOS VLSI Design; A Systems Perspective”, N. H. E. Weste and K. Eshraghian, Addison-Wesley, 1993.
  3. “Digital Integrated Circuits: A Design Perspective”, J. M. Rabaey, Prentice-Hall International, 2003.
  4. "The Designer's Guide to VHDL", P. J. Ashenden, Morgan Kaufmann Publishers, 2001
 
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