Methodik des Entwurfs mikroelektronischer Bauelemente

Modulverantwortliche

  • Prof. Dr. Yiannos Manoli
  • Prof. Dr. Axel Sikora

Lehrveranstaltungstyp

Blended learning inkl. tutorieller Betreuung (Vorlesung mit Übung)

Turnus

Jedes Sommersemester

Sprache

Deutsch

Bedeutung innerhalb des Curriculums

Eines von vier verpflichtend zu belegenden Methodenmodule für Bachelor-Absolventen von Berufsakademien und Fachhochschulen

Voraussetzungen

keine

Lernziele

Die Studierenden sind in der Lage, die Funktion der Halbleiterbauelemente zu verstehen, um dann einfache analoge und digitale Grundschaltungen selbst zu entwickeln. Hierzu gehören vor allem Operationsverstärker und ihre Grundschaltungen, Hilfsschaltungen wie Stromspiegel, Ausgangstreiber und Spannungskonverter, digitale Grundgatter für digitale Logik- und Speicherzellen, sowie digitale Grundschaltungen.

Lehrinhalt

Die Vorlesung setzt sich im Wesentlichen aus zwei Bestandteilen zusammen:

Es werden zunächst die wichtigsten mikroelektronischen Bauelemente eingeführt. Ausgehend von der MOS-Grundstruktur werden zunächst MOS-Kondensatoren, Ladungsgekoppelte Bauelemente (CCD) sowie MOS-Feldeffekttransistoren behandelt. Ebenso werden die Grundlagen von MESFET und JFET erarbeitet, sowie die DC-Kennlinien dieser Bauelemente hergeleitet. Bipolare Bauelemente, pn-Dioden, npn- bzw. pnp-Transistoren, und spezielle Bauteile wie Tunnel- und Zenerdioden werden behandelt. Aus dem Großsignalverhalten werden die verschiedenen Kleinsignalersatzschaltbilder der unipolaren- sowie bipolaren Bauelemente hergeleitet.

Diese sind dann ihrerseits die Grundlage für die Entwicklung grundlegender analoger Schaltungen. Hierbei spielen die Grundschaltungen für Transistoren und Dioden, Grundschaltungen von Operationsverstärkern, Stromspiegel, Ausgangstreiber, sowie Spannungskonverter eine zentrale Rolle.

Mit den Kenntnissen der analogen Schaltungstechnik lassen sich dann auch die grundlegenden Schaltungen der Digitaltechnik in Bipolar-, CMOS und BiCMOS-Technologie vermitteln. Als Grundelemente werden logische Grundgatter, die bistabile Kippstufen (Flipflops) und Speicherzellen betrachtet. Hierauf aufbauend werden häufig verwendete einfache Schaltungselemente, wie Codierer und Decodierer, einfache Zähler und Addierer erläutert, die dann die Grundlage für die komplexeren Schaltkreise des Basismoduls „Technik eingebetteter Systeme“ darstellen.

Hierbei werden mit synchronen und asynchronen statischen Schaltungstechniken unterschiedliche Realisierungen vorgestellt. Alle Schaltungen werden unter den Aspekten des Entwurfsraums aus Fläche und Herstellungsaufwand, Verlustleistung, Stabilität sowie Leistungsfähigkeit betrachtet. Es werden die Zellelemente digitaler Schaltungen besprochen, um hierauf aufbauend in dem Basismodul „Technik eingebetteter Systeme“ Speicher als Gesamtbauelemente einzuführen.

Studien- und Prüfungsleistungen

mündlich oder schriftlich

Literatur

  • Elektronik
    1. G. Koß, W. Reinhold, „Lehr- und Übungsbuch Elektronik“, Fachbuchverlag Leipzig im Carl Hanser Verlag, 2000
    2. U. Tietze, C. Schenk, E. Gamm, „Halbleiter – Schaltungstechnik“, Springer 2002
    3. R. Spencer, M.S. Ghausi, „Introduction to Electronic Circuit Design“, Prentice Hall, 2003
  • Digitaltechnik
    1. K. Beuth, „Digitaltechnik“, Vogel, 2003
    2. C. Siemers, A. Sikora, „Taschenbuch Digitaltechnik“, Fachbuchverlag Leipzig im Carl Hanser Verlag, 2. Auflage 2007
    3. P. Pernards, „Digitaltechnik I. Grundlagen, Entwurf, Schaltungen“, Hüthig 2001
    4. P. Pernards, „Digitaltechnik, Bd.2, Einführung in die Schaltwerke“, ´Hüthig 1995
    5. K. Urbanski, R. Woitowitz, „Digitaltechnik“, Springer-Verlag, 2003
 
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