Algorithmen für Drahtlose Netzwerke

Modulverantwortlicher

Prof. Dr. Christian Schindelhauer

Lehrveranstaltungstyp

Blended learning inkl. tutorieller Betreuung (Vorlesung mit Übung)

Turnus

Unregelmäßig

Sprache

Englisch

Bedeutung innerhalb des Curriculums

Eines von 10 angebotenen Vertiefungsmodulen, eingeordnet in die Richtung „Algorithmik“. Diese Module können von den Studierenden – da unabhängig voneinander – in der laut Studienplan benötigten Anzahl belegt werden.

Voraussetzungen

 

Grundlagen der Algorithmentheorie

Im Rahmen des Studiengangs IEMS:

  • Basismodul Methoden des maschinellen Lernens
  • Basismodul Technik Eingebetteter Systeme

Lernziele

Die Studierenden verstehen die algorithmischen Problemen in drahtlosen Netzwerken und kennen die Basisalgorithmen für die zelluläre Netzwerke, Ad-hoc-Netzwerke und drahtlose Sensornetzwerke.

Die Studierenden können diese Algorithmen bewerten und verstehen ihr Zusammenspiel. Sie sind in der Lage für die spezifischen Probleme in drahtlosen Netzwerken eigene Algorithmen zu finden und ihre Qualität zu bewerten.

Lehrinhalt

Als Drahtlose Netzwerke kennt man zelluläre Netzwerke, Ad-hoc-Netzwerke, hybride Netzwerke und drahtlose Sensor-Netzwerken. Für diese Netzwerktypen werden Algorithmen vorgestellt, analysiert und bewertet.

Als Zelluläre Netzwerke bezeichnet man Mobilfunknetzwerke und WLANs, bei denen die Kommunikation grundsätzlich über spezielle Hardware-Router oder Basisstationen abgewickelt wird. Direkte Verbindungen zwischen den Endteilnehmern sind nicht vorgesehen. Diese Basisstationen unterteilen das Sendegebiet in Zellen. Die Zuordnung von Funkfrequenzen zu diesen Zellen ist das Frequency-Assignment-Problem. Für dieses kombinatorisch schwere Problem und andere Probleme wie das Handoff und Call-Control-Problem werden algorithmische Lösungen vorgestellt.

Ad-hoc-Netzwerke verfügen über keine Infrastruktur. Hier können Endteilnehmer direkt kommunizieren oder über so genannte Multi-Hop-Verbindungen die Kommunikation anderer Teilnehmer unterstützen. Das Routing in diesen Netzwerken stellt besondere algorithmische Anforderungen. Außer Routing-Algorithmen werden Algorithmen für die Topologie-Kontrolle besprochen. Auch werden Algorithmen für Hybride Netzwerke vorgestellt, die Ad-hoc-Netzwerke mit zellulären Algorithmen kombinieren.

Mitunter werden Sensoren und Aktuatoren drahtlos vernetzt. Diese drahtlosen Sensor-Netzwerke besitzen als Netzwerkknoten nur relativ einfache Hardware für die Berechnung und die Datenübertragung. Hierbei operieren die Sensorknoten in einem engen Kommunikationsband und verfügen nur über geringe Energieressourcen. In diesem Bereich werden so genannte datenzentrierte Algorithmen eingesetzt, welche Sensoren und Aktuatoren hinsichtlich ihrer Funktion und ihres Orts ansprechen und nicht bezüglich ihrer Identität. Auch andere spezifische Lösungen wie Datenaggregation und Geo-Caching werden hier vorgestellt.

Studien- und Prüfungsleistungen

mündlich oder schriftlich

Literatur

  1. 1. Murthy, Manoj, Ad Hoc Wireless Networks, Prentice Hall 2004
  2. Ilyas, Mahgoub, Handbook of Senso Networks: Compact and Wired Sensing Systems, CRC Press
  3. Agrawa, Zeng, Introduction to Wireless and Mobile Systems, Thomson, 2003
  4. Schiller, Mobile Communications, Addison-Wesley, 2000
  5. Karl, Willig, Protocols and Architectures for Wireless Sensor Networks, Wiley, 2005
  6. Zhao, Guibas, Wireless Sensor Networks – An Information Processing Approach, Morgan Kaufmann, 2004
  7. Yu, Prasanna, Krishnamachari, Information Processing and Routing in Wireless Sensor Networks, 2006
  8. Wu, Handbook on Theoretical and Algorithmic Aspects of Sensor, Ad Hoc Wireless, and Peer-to-Peer Networks
  9. Boukerche Handbook of Algorithms for Wireless Networking and Mobile Computing, CRC 2005
  10. Perkins, Ad Hoc Networking, Addison-Wesley, 2000
  11. aktuelle Forschungsarbeiten in diesem Gebiet
 
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