Messtechnik und Sensorik

Modulverantwortliche

  • Prof. Dr. Leonard Reindl
  • Prof. Dr. Gerald Urban

Lehrveranstaltungstyp

Blended learning inkl. tutorieller Betreuung (Vorlesung mit Übung)

Turnus

Unregelmäßig

Sprache

Deutsch

Bedeutung innerhalb des Curriculums

Eines von 10 angebotenen Vertiefungsmodulen, eingeordnet in die Richtung „Technik“. Diese Module können von den Studierenden – da unabhängig voneinander – in der laut Studienplan benötigten Anzahl belegt werden.

Voraussetzungen

 

  • Grundlagen der Experimental-Physik
  • Elektrotechnik
  • Elektronik
  • Technische Mechanik

Im Rahmen des Studiengangs IEMS:

  • Basismodul Methoden des maschinellen Lernens
  • Basismodul Technik Eingebetteter Systeme

    Lernziele

    Eine Zielsetzung ist das Erlernen wesentlicher Prinzipien der elektrischen Messtechnik sowie Funktion und Einsatz wichtiger Sensoren.

    Die Studierenden kennen die grundlegenden Sensor-Komponenten, System-Konzepte, Aufnahme- und Auswerteverfahren, Schaltungen und Geräte der Messtechnik.

    Sie beherrschen die notwendigen Grundlagen der Messtechnik, um eigenständig messtechnische Systeme und Verfahren zu verstehen, zu bewerten, sowie eigene Lösungen vorzuschlagen und diese grundlegend zu dimensionieren.

    Die Studierenden sind in der Lage, eigene Messungen wissenschaftlich korrekt zu planen, durchzuführen, auszuwerten, zu interpretieren und zu dokumentieren. Für die Lokalisierung von Fehlerquellen ist ein Bewusstsein entstanden, und auftretende Messfehler können qualitativ und quantitativ beurteilt werden. Die praktischen Erfahrungen und Kompetenzen, um später eigene Mess-Systeme konzipieren und entwickeln zu können, sind vorhanden.

     

    Lehrinhalt

    Die Vorlesung vermittelt allgemeine Grundlagen der Messtechnik, der Sensorik sowie der analogen und digitalen Messung elektrischer Größen. Die wesentlichen physikalischen Sensoren und die darauf aufbauenden elektrischen Messverfahren hierzu werden erläutert.

    Zum Verständnis der Genauigkeit von Messsignalen werden Messabweichungen und dynamische Eigenschaften von Messvorgängen behandelt.

    Merkmale von Messsignalen werden über Fourier-Transformation, und Korrelation, Merkmale von Messvorgängen werden über Abtasttheorem, lineare zeitinvariante Systeme, Impulsantwort und Übertragungsfunktion erläutert.

    Messbrücken, Anwendung von Operationsverstärkerschaltungen und analoge Messfilter werden als wichtige Grundlagen der elektrischen Messtechnik erläutert.

    Anwendungen der Digital-Analog- / Analog-Digital-Wandlung, sowie digitale Sensoren wie inkrementale Positions-, Dreh- und Weggeber werden behandelt. u/f- und u/t-Wandler werden ebenso behandelt.

    Wesentliche Sensoren zur Temperatur-, Kraft-, Druck-, Durchfluss-, Positions-, Weg-, Beschleunigung-, Geschwindigkeit-, Winkel-, und Drehratenmessung, magnetische, optische, Chemo-, Bio- und Gassensoren, sowie die elektronische/computergestützte Auswertung derselben werden ausführlich behandelt.

     

    Studien- und Prüfungsleistungen

    mündlich oder schriftlich

    Literatur

    1. E. Schrüfer, Elektrische Messtechnik, Hanser, 2004
    2. R. Lerch, Elektrische Meßtechnik, Springer, 1996
    3. R. Patzelt, H. Fürst, Elektrische Messtechnik, Springer 1993
    4. K. Bergmann, Elektrische Meßtechnik, Vieweg, 1997
    5. Göpel, Sensors Vol. 1..8, Verlag VCH
    6. Gardner, Microsensors, Wiley
    7. Heywang, Sensorik, Verlag Springer
    8. Middelhook, Silicon Sensors, TU Delft
    9. Sze, Semiconductor Sensors
    10. Schaumburg, Sensoren, Verlag Teubner
    11. Profos, Handbuch der industriellen Messtechnik, Verlag Oldenburg
    12. Tränkler, Sensortechnik, Verlag Springer
    13. Elbel, Mikrosensorik, Teubner
    14. Janocha, Aktoren, Verlag Springer
    15. Völklein, Einführung in die Mikrosystemtechnik, Vieweg
     
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